• Alfred Dürr

Tabelle mit “schwarzen Schwänen”


Kernschadensfälle mit radioaktiver Verseuchung


-aus dem Buch von Radkau und Hahn: „ Aufstieg und Fall des deutschen Atomwirtschaft“, oekom, 2013)

-mit den Ergänzungen des Kernphysikers und Alternativnobelpreisträgers Prof. Dr. Hans-Peter Dürr

- vom russischen Atomphysiker Dr. Vladimir Tschernousenko, der in einer öffentlichen Veranstaltung berichtete, dass es über 300 atomare Katastrophen in der UDSSR gegeben hat, in den 10 Jahren vor Tschernobyl 154 in 15 verschiedenen Ländern (so z.B. in St. Petersburg, im Südural, in Eriwan und in Kursk) und aus Wikimedia.


xx.xx.1949 schwerwiegender Störfall Green Run

(Handford,USA) mit radioaktiver Wolke von 100

Tbq, TeraBequerel= 10 hoch 12 Becquerel)


12.12.1952 Kernschmelze in NRX Forschungs-Reaktor (Chalk

River, Kanada)


29.11.1955 teilweise Kernschmelze im Forschungsreaktor EBR-I

(Idaho Falls,USA)


29.09.1957 Explosion Atommülllager mit einer Emission von 20 Millionen Curie (entspricht 2 Millionen Tbq) (Kyschtym/Mayak/ UDSSR)


12.10.1957 Kernschmelze im Reaktor Windscale (heuteSellafield/Groß Britannien) radioaktive Wolke über Großbritannien und Europa (47.000TeraBq)


26.07.1959 teilweise Kernschmelze im Santa Susana Field

Laboratory (Simi Valley,USA)


03.01.1961 Kernschmelze im Forschungsreaktor SL-I

(Idaho Falls/ USA)


xx.xx.1964 teilweise Kernschmelze imReaktor 1 Belojarsk

(UDSSR)


xx.02.1965 teilweise Kernschmelze im Atom-Eisbrecher

Lenin (Russland)

07.05.1966 teilweise Kernschmelze im VR-Forschungsreaktor

(Melekess, Gorki, UDSSR)


05.10.1966 teilweise Kernschmelze beim Forschungsreaktor

Schneller Brüter Enrico Fermi (Michigan/USA)


21.01.1969 Kernschmelze im unterirdischen Schwerwasser-Versuchsreaktor Lucens (Schweiz)


17.10.1969 Kernschmelze Saint-Laurent A1 (Frankreich) (gleich nach Inbetriebnahme des Reaktors!!!!)


xx.12.1970 Kernschmelze in der Atomwaffenfabrik Savannah(USA)


xx.10.1975 teilweise Kernschmelze im Block 1 (Leningrad,

UDSSR) mit eine rdioaktiven Wolke von 55 000 TBq


22.02.1977 teilweise Kernschmelze im Reaktor Bohunice

(Slowakei)


xx.xx.1977 50 % Kernschmelze in Block 2 Belojarsk (Russland)


28.03. 1979 Kernschmelze Three Mile Island (Harrisburg)

(schon nach 5 Betriebsjahren) (750TeraBq)

13.03.1980 teilweise Kernschmelze in Saint-Laurent A2

(Frankreich)


xx.09. 1982 teilweise Kernschmelze im Kernkraftwerk

Tschernobyl mitg starker radioaktiven Wolke


10.08.1985 schwerwiegender Störfall im Reaktor des Atom-

U-Bootes (UDSSR)

26.04.1986KernschmelzeinTschernobyl(3Jahrejunges,

hochmodernes Kraftwerk/ Supe- GAU mit 40

Millionen Curie/ 4 Millionen Tera Bq bisher 10

Millionen Menschen erkrankt,verseucht)


21.01.1987 Kernschmelzähnlicher Brand imrussischen

Plutonium-Reaktor BN- 600

bis 1997 27 x weitere kernschmelzähnliche

Natriumbrände (Kühlmittel imReaktor)


06.04.1993 schwerer Unfall Tomsk 7 russische

Atomforschungsanlage


xx.xx.1995 schwerwiegende Störfälle

(Plutoniumhaltige Natriumbrände) beim

schnellen Brutreaktor MonjuJapan


xx.xx.1999 schwerer Unfall Wiederaufbereitungsanlage

Tokai(Japan)

25.07.2006 schwerwiegender Störfall im KKW Forsmark

(Schweden) Ausfall von Notkühlsysteme


xx.08.2010 schwerwiegender Störfall beim schnellen

Brutreaktor (Japan) Monju tonnenschweres

Gerät fällt in denReaktorbehälter


12.03.2011 Kernschmelze Block1(Fukushima)

14.03.2011 Kernschmelze in Block 3 (Fukushima)

15.03.2011 Kernschmelze in Block 2 (Fukushima)

(alle 3 KKWs sind 38 Jahre alt, immense radioaktive Verseuchung von Land und Meer)

28.03.2011 schwerwiegender Störfall in Block 4 (Fukushima) durch Wasserstoffexplosion zerstörter Reaktor.


Diese Liste ist natürlich nicht vollständig, weil die Atomlobby die vielen gefährlichen Störfälle überall auf der Erde einfach verschweigt. Die Liste beweist aber ein bodenloses Versagen, ein totales Scheitern der sogenannten Reaktor-Sicherheits-Philosophie!

Prof. Jaochim Radkau beschrieb in seiner 1984 veröffentlichten Habilitationsarbeit:”Sicherheit von Kernkraftwerken”, dass der Begriff der Reaktorsicherheit sehr stark auf die betriebswirtschaftliche Verfügbarkeit (availability) und Zuverlässigkeit (reliability) eingeschränkt sei. Die Reaktorsicherheit werde bürokratisch auf dem Papier zurechtgestutzt. Das “Restrisiko” wäre ein Märchen.


2. und 3. Da sich aber das Vorsorgeprinzip § 7,2 (3) des Atomgesetzes allgemein auf alle Betriebsgenehmigungen von Anlagen zur Spaltung von Kernbrennstoffen richtet, sind auch alle anderen noch in Betrieb befindlichen deutschen Kernkraftwerke betroffen. Seit ihrer Inbetriebnahme besitzt nämlich kein einziges Kernkraftwerk eine dem Atomgesetz entsprechende atomrechtliche Genehmigung.



Trotzdem lässt die Atomlobby sie alle grob fahrlässig, Atomgesetz- und Grundgesetz widrig laufen. Es gibt so für uns Menschen und Bürger Deutschlands überhaupt keine Sicherheit gegen jeglichen sofortigen GAU, SUPER -GAU oder Kernschmelze!