• Alfred Dürr

Was ist Nachhaltigkeit?

Schon vor 300 Jahren hat der Oberberghauptmann H. C. von Carlowitz aus Sachsen sein Hauptwerk:„sylvicultura oeconomica“ über die Nachzucht und Verwendung von Baumarten und über die Pflege und den Haushalt des Waldes 1713 veröffentlicht. Carlowitz gilt deshalb als „Erfinder“ der Nachhaltigkeit, die er so definierte:

...ohne eine continierliche, beständige und nachhaltige Nutzung des Holzes kann das Land in seinem Esse (Existenz) nicht bleiben.“

Seine dritte Säule neben der Ökonomie und Ökologie ist die Sozialethik. Nachhaltigkeit verlangt deshalb immer ein langfristiges Planen in die Zukunft, verlangt die Abhängigkeit der Nutzung von der Standortfrage und dem vorhandenen Bestand, verlangt vielseitigere Strukturen und eine Schonung der gesamten Biosphäre. Wir brauchen deshalb unbedingt eine fachkompetente Technikfolgenabschätzung!

Nachhaltige Energieversorgung

Bei der Übertragung der Nachhaltigkeit auf unser heutiges und in die Zukunft gerichtetes Energieversorgungskonzept müssen genauso die obigen 3 völlig gleichberechtigten Kriterien angewandt werden:


zukünftige ökonomische Entwicklung (Wirtschaftlichkeit)

zukünftige ökologische Entwicklung (Umwelt- und Klimaschutz)

zukünftige soziale Entwicklung (Generationen-Gerechtigkeit)

Wir haben die Zukunft nur von unseren Kindern geborgt!“


Positiv nachhaltige Windkraft


I. Sehr wirtschaftlich


hoher Wirkungsgrad von 90 % (Windrad ist direkt/

induktiv mit dem Generator gekoppelt), sehr effizient;

keine externen Betriebskosten für Rohstoffe,

Transporte, Abgase oder Müllentsorgung;


einmalige Gebäudekosten (z.B. bei 1 Megawatt-Anlage

ca. 1 Mio €) Amortisation schon nach ca. 3-5 Jahren, danach

bekommt man mit dieser Anlage mindestens 30 Jahre lang fast

kostenlosen Strom (siehe billiger Börsenstrom um 1Ct/kWh)

Goldesel-Funktion

also sehr rentabel mit einer hohe Rendite, gute Geldanlage,

Investitionssicherheit, Altersversorgung (gerade heute bei

niedrigem Zinsniveau)


Standortsicherheit und erneuerbar: in alten

Windkraftanlagen (ihre Laufzeit beträgt über 30 Jahre) lassen sich

zukünftig neue, effizientere Bauteile am gleichen Standort

einbauen/ersetzen, den sehr hohen Wirkungsgrad nochmals

erhöhen und so auch die gesamte Laufzeit wirklich mit der

unerschöpflichen Energie Wind fast ewig verlängern!


Positivedezentrale Versorgung: durch lokales und regionales

Stromnetzvermeidet man große Transportkosten, unnötige

Bau- und Vertriebskosten von Stromtrassen (von Nord nach

Süd) und Stromverlustkosten


Die Lüge vom „Flatter-strom“

Offshore- Windkraft liefert ca. 100 % stabile Grundlast!

Onshore- Windkraft ca. 60 % “Grundlast”

Neue Windtechnologie auch bei wenig Wind rentabel

Netzbetreiber können heute sehr genau (kleiner 0,5 % )

den Ertrag aufgrund genauer Wetterdaten vorausberechnen.

Die deutsche Windkraftindustrie wurde in den vergangenen

Jahren völlig unsinnig abgebremst (Investitionsrückgang 2015

um 47%!), obwohl man durch sie viele neue Arbeitsplätze hätte

schaffen können.

2. Sehr umweltschonend

Alle Probleme mit der Lärmbelästigung und mit

Fledermäuse/Vögel konnten inzwischen gelöst werden.

Sie benötigen keine teuren Betriebsstoffe, erzeugen keine

giftigen Schadstoffemissionen, Treibhausgase wie Kohle, Öl

und Gas und auch keine tödliche Radioaktivität wie Kernkraft.

Fossile Vorräte (wie Kohle, Erdöl und Erdgas) werden für

zukünftige Generationen in der Erde gespeichert, lassen viele

weitere Generationen am kostenlosen und sicheren Windkraft-

Standort teilhaben! Die Bürger profitieren direkt durch ihre

Herstellung und durch ihren Vertrieb mittels Energie-

Bürgergenossenschaften


Windkraft stellt somit eine äußerst nachhaltige, für lange Zeit kostenlose, hoch energieeffiziente, dezentrale, Standort sichere und für zukünftige Generationen weiter verwendbare (ersetzbare, verbesserbare), eine wirklich sozial-ökologische, unerschöpfliche, sanfte Energiequelle dar.


Nicht Abbau der Technik, sondern Umbau der Technik zur Versöhnung von Natur und Gesellschaft“

Herbert Marcuse

Negativ nachhaltige Kernkraft

1. Sehr unwirtschaftlich


Kernkraftwerke besitzen seit den Anfängen keine gesetzliche Genehmigung

haben als komplexes System einen sehr geringen Wirkungsgrad (kleiner 10 %), technisch und ökonomisch völlig unrentabel, trotz den Zuschüssen der Steuerzahler (1,8 Mrd.€ pro Jahr BRD an EURATOM/ EURATOM an Atomlobby (2011: 35 Mrd.€ EU), gesamte Unterstützung 216 Mrd. €!!!für deutsche KKW/30 Jahre)

riesige Kosten (10-15 Mrd. €) für den Neubau eines Kernkraftwerks

riesige Kosten (200-600 Mio.€) für seine aus Afrika, Australien importierten Betriebsstoffe und für seine angereicherten Uran-, MOX- Brennelemente,

riesige Kosten (200-400 Mio.€/30 Jahre) für andauernde Reparaturen, bei Revisionen, bei Störfällen, Dabei sind


Kernschmelzen sind unbezahlbar!


Riesige Kosten (2-5-Mio€/30 Jahre) für den Nachtbetrieb (Netzverstopfung)

riesige Kosten (50-70 Mrd.€) für den Abbau des Kernkraftwerks, da alte Anlagen nicht mehr erneuerbar sind (wegen hoher Radioaktivität)

riesige Kosten (10-50 Mrd.€) für die Entsorgung seinesleichten, mittleren und hoch radioaktiven Atommülls: Endlagerung völlig ungelöst!

absolute Standortunsicherheit:

Kernschmelzruinen als tödliche Sarkophage (heute bereits über ewig strahlende 200 Anlagen)

2. Sehr umweltschädlich und klimaschädlich


Entlang der gesamten Nulearen Kette treten Umwelt-und Klimaschäden auf (beim Uranabbau wird die Naturlandschaft unwiederbringlich zerstört, beim Betrieb abgegebenen Abwärmemüll (60-70 %) werden Kleinklima und Vorfluter extrem belastet (keine Fische im Fluss nach einem KKW-Standort!)


Kernschmelzen sind gefährlicher als Atombombenexplosionen!


3.Höchste Generationen-Ungerechtigkeit


Kernkraftwerke erzeugen Plutonium, als gefährlichstes Gift der Welt, Halbwertszeit 24.000 Jahren, Übergang in radioaktives, spaltbares Uran-235 mit 704 Millionen Jahren Halbwertszeit. Kleinste Dosis beider Stoffe: 1 Alpha-Teilchen, lautlos und nicht messbar ist aber schon für einen Menschen und ein Tier tödlich!!!

Unschuldige Menschen werden verseucht, vergiftet und sterben an Strahlenkrebs:

1. In den Uranminen (Niger oder der heimtückisch titulierten deutschen Mine „Wismut“/Erzgebirge starben über 12 000 Menschen)

„Totengräber“!

2. Bei der Herstellung der Brennelemente und Bau des KKWs

3. Beim Normalbetrieb (IPPNW); bei jedemBrennelemente-Wechselin der Nähe der KKW (KiKK-Studie).

4. Durch die vielen Störfällen wurden kleine und riesige Mengen als radioaktive Wolke emittiert (z.B. Super GAU von Tschernobyl 10 Millionen Menschen)

5. Beim Abbau und Transport hochradioaktiver Teile eines KKWs, Castoren, KKW-Baumaterial wird einfach „freigemessen“ ?

6. Durch eine nicht völlig isolierbare Zwischenlagerung und ungelöste Endlagerung des hochaktiven Atommülls die gesamte Menschheit?


„Totengräber“


Kernkraft stellt somit eine wissenschaftlich äußerst negativ nachhaltige, viel zu teure, ineffiziente, umwelt- belastende, hochgiftige, Hochrisiko reiche, im Betrieb grob fahrlässige und durch ihre Erzeugung und Verbreitung des gefährlichsten Giftes und des Atombomben-Materials Plutonium eine teuflische Energiequelle für diegesamte Menschheit dar.

TOTENGRÄBERTECHNOLOGIE